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Pairadize X {PETA-Approved Vegan} – Die Bässler-Zwillinge im Interview

Tierwohl hat bei Pairadize schon immer einen hohen Stellenwert. Nun wurde das Produktsortiment mit der {PETA-Approved Vegan}-Zertifizierung ausgezeichnet. Im Interview sprechen die Pairadize Gründerinnen Julia und Stephanie Bässler darüber, warum vegane Kleidung so wichtig ist und welchen Mehrwert sie in der Partnerschaft mit der Tierschutzorganisation PETA sehen. Außerdem verraten uns die Influencer-Zwillinge, wie sie selbst schon an Tierrettungen beteiligt waren und was ihre Lieblingstiere sind.

Warum findet ihr es wichtig, dass Kleidung vegan ist?

Julia: Fast alle Tiere, die in die Herstellung von Leder, Wolle, Pelz, Daune, Farbe oder Klebstoff involviert sind, werden nur für ihre Rohstoffe gezüchtet. Sie stammen meist aus Ländern, in denen es praktisch keine Vorgaben zum Tierschutz gibt und werden unter katastrophalen Umständen gehalten und auf unprofessionelle Weise betäubt und getötet. Das können und wollen wir nicht unterstützen. Tiere sind Lebewesen und weder Mode- noch Deko-Objekt. Es gibt heutzutage für nahezu jedes tierische Produkt synthetische Ersatzmaterialien, die dem tierischen Pendant in vielen Eigenschaften sogar überlegen sind. Anstatt Tiere auszubeuten, sollte daher jeder zu veganer Kleidung greifen.

Also mussten auch für eure Pants bisher keine Rinder, Schlangen oder Leoparden ihre Haut opfern?

Julia: Versprochen! (schmunzelt)

Wie kam es zur Partnerschaft mit PETA?

Julia: Wir setzen uns schon lange für das Wohlergehen von Tieren ein und wollten, dass auch Pairadize diese Werte widerspiegelt. Die Kooperation mit PETA war deswegen ein logischer Schritt für uns, um zu bestätigen, dass unsere Produkte 100% tierfreundlich sind. Das war zwar schon immer der Fall, für unsere Kunden aber bisher schwer zu überprüfen.

Dann wollt ihr mit der {PETA-Approved Vegan}-Zertifizierung mehr Transparenz für eure Kunden schaffen?

Stephanie: Zum einen ja. Dass Tiere für die Produktion von Materialien wie Leder, Pelz oder Daune häufig Tod und Qual erleiden, wissen heutzutage viele Verbraucher. Ein kurzer Blick auf das Innenetikett eines Kleidungsstücks reicht vermeintlich aus, um sich für die vegane Alternative zu entscheiden. Leider ist das oft zu kurz gedacht, denn lange nicht alle tierischen Produkte sind im Etikett deklariert oder auf den ersten Blick erkennbar. Tierische Wachse, Öle, Farb- und Klebstoffe müssen bisher überhaupt nicht gekennzeichnet werden. Wer zum Beispiel herausfinden will, ob eine als Kunstleder gekennzeichnete Hosen frei von tierischen Kleb- und Farbstoffen ist, muss sich in der Regel direkt an den Hersteller wenden. Mit der {PETA-Approved Vegan}-Zertifizierung ist das nicht mehr notwendig.

Und zum anderen?

Stephanie: Zum anderen hoffen wir, dass viele Modelabels unserem Beispiel folgen und wie Pairadize auf vegane Mode und Transparenz setzen.

Julia, Du hast gesagt, dass ihr euch schon lange für das Wohlergehen von Tieren einsetzt. Kannst Du mehr darüber erzählen?

Julia: Abgesehen von unserer veganen Ernährung, liegen uns Tierrechte sehr am Herzen. Stephanie und ich haben bereits vor vielen Jahren Tierpatenschaften für Bären und Orang-Utans übernommen, bei denen wir die Tierschutzorganisation finanziell unterstützen. Außerdem setzen wir uns auch für Tiere in unserem unmittelbaren Nahraum ein, wie z.B. für Fridolin und June.

Fridolin und June?

Julia: Fridolin und June sind Pekingenten, die mein Partner und ich vor zwei Jahren als Küken von einem Hof geholt haben um sie vor der Schlachtung zu bewahren. Als June jedoch leider eines natürlichen Todes verstarb, haben wir kurze Zeit später April gerettet.

April ist auch eine Ente?

Julia: Genau. Sie war von ihrem damaligen Besitzer unerwünscht und wäre andernfalls auf dem Teller gelandet.

Dann lebt ihr jetzt mit zwei Enten zusammen?

Julia: Ehrlich gesagt sind es sogar vier. Nach April kam Quinn zu uns. Wir bekamen sie noch als Ei, das ihre Mutter nicht ausbrüten wollte. Unsere vierte Ente „Harley“ haben wir dann kurzerhand als Geschwisterküken für Quinn dazugeholt, damit auch sie nicht alleine aufwachsen muss. Wir möchten uns damit gegen Speziesismus aussprechen und verdeutlichen, dass auch sogenannte ‚Nutztiere‘ es verdienen, ein leidfreies Leben zu führen. Eine Ente hat für uns den gleichen Wert wie ein Hund oder eine Katze.

Und Du Stephanie? Warst Du auch schon an Tierrettungen beteiligt?

Stephanie: Tatsächlich ja. Bei mir war es aber keine Ente, sondern Nils, ein Bullenkalb. Nils wurde ungünstigerweise in einem Molkereibetrieb geboren und weil er als Bulle keine Milch geben kann, sollte er geschlachtet werden. Als ich das hörte, habe ich mich sofort mit meiner Schwester zusammengetan und Nils dem Bauer abgekauft. Außerdem haben wir vereinbart, dass Nils‘ Mutter nie wieder künstlich befruchtet wird.

Lebt Nils jetzt bei Dir?

Stephanie: Das war aus Platzgründen leider nicht möglich. Nils ist mittlerweile auch kein Kalb mehr, sondern ein ausgewachsener Ochse und lebt mit seiner Mutter und Tante auf einem Bauernhof in der Nachbarortschaft. Wir bezahlen jeden Monat für sein Futter und seine Unterkunft und können sein unbeschwertes Leben auf der Weide beobachten.

Wie glaubt ihr kommt die Partnerschaft mit PETA bei eurer Community an?

Julia: Wir hoffen positiv! Als wir über Nils und Aprils Rettung auf Instagram gepostet haben, bekamen wir hunderte Nachrichten von Menschen, die sich um ihr Wohlergehen gesorgt haben. Das hat uns gezeigt, dass Tierwohl auch innerhalb unserer Community ein wichtiges Thema zu sein scheint.

Was ist eigentlich euer Lieblingstier?

Stephanie: Mein Lieblingstier ist der schwarze Jaguar.

Und Deins Julia?

Julia: Mein Lieblingstier ist der Nebelparder. Das ist eine asiatische Raubkatze, die fast wie ein Leopard aussieht, nur mit größeren Flecken. 

Wieder etwas dazugelernt! Abschlussfrage an euch beide: was können wir in Zukunft von Pairadize im Hinblick auf vegane Mode und Tierschutz erwarten? Gibt es neue Projekte oder Kooperationen, die ihr plant?

Stephanie: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, Pairadize weiterzuentwickeln und unser Sortiment zu vergrößern.

Julia: Ohne zu viel zu verraten, können sich unsere Kunden auf spannende neue Kollektionen und Kooperationen freuen, die unsere Werte widerspiegeln und die Grenzen dessen, was in der veganen Mode möglich ist, erweitern.

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